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Der Schatten des Erbfeinds

Nachwort: „Der Schatten des Erbfeinds“ stellte mich diesmal vor besondere Herausforderungen: Einerseits konnte ich von den Reiseerfahrungen meiner Jakobsweg-Tour im Jahre 2012 profitieren, andererseits war es dieses Mal nicht möglich, die Schauplätze der (frei erfundenen) Handlung während der Entstehung des Romans zu besuchen. Das lag u.a. daran, dass der genaue Standort des Château Chollart, der Stammburg der Familie De Manuel, heute nicht mehr bekannt ist. Die Burg wurde tatsächlich im Januar 1347 von Heinrich von Lancaster in der Saintonge im Westen Frankreichs zerstört. Das Cover zeigt ein Gemälde, das die Vertreibung der überlebenden Burgbewohner eindrucksvoll darstellt. Die Überreste der Festung, wenn es sie denn noch gibt, hätte ich gerne besucht, hier verlief jede Recherche ergebnislos. Angeblich soll sie in der Nähe der Atlantikküste gestanden haben… Manuelibus, der festungsartige Landsitz von Nicolas De Manuel und seiner Gemahlin Heléne Griffon, ist dagegen meine Erfindung. Überliefert ist allerdings, dass die Burgbewohner des Château Chollart nach ihrer Vertreibung bei Lyon eine neue Heimat fanden. Ihre Nachfahren übersiedelten später in die Schweiz. Aus ihnen gingen bekannte Maler hervor. Meine Großmutter trug noch den Geburtsnamen „Manuel“ und letztlich bin ich selbst ein winzig kleines Glied in dieser langen Ahnenkette. Dass der legendäre Templerschatz, was immer genau er auch darstellen mag, bis heute nicht gefunden wurde, gehört zu den Dingen, die mich schon vor vielen Jahren fasziniert haben. Als ich zudem vor langer Zeit eine Dokumentation im ZDF sah, wo es um die geheimnisvolle Insel „Oak Island“ an der Ostküste Kanadas ging und dabei zahlreiche Thesen vorgestellt wurden, wer dort was vergraben haben sollte, stand für mich fest, dies eines Tages in einem Roman zu verarbeiten. Schließlich mutmaßt man bis heute, die Templer hätten dort die Bundeslade versteckt. Auf Oak Island ist dieses Versteck mit einer raffinierten und ausgeklügelten Falle versehen: Durch unterirdische Kanäle gelangt Wasser in eine Kammer, falls Schatzräuber, die das System nicht kennen, dort eindringen. Daher lag es für mich nahe, diese Schutzsysteme auch auf den fiktiven Schatz im Keller des Château Chollart anzuwenden. 542


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